Kostbare Natur – Beinwell

Kostbare Natur – Beinwell

Allem Anschein nach ist der Beinwell unter den Pflanzen geradezu eine „Wunderwaffe“. Die Liste der in seinen Blättern enthaltenen wohltätigen Stoffe ist eindrucksvoll und schließt Kalzium, Kalium, Phosphor und die Vitamine A, C und B12 ein. Die Pflanze enthält in ihren Blättern mehr Eiweiß als jedes andere bekannte Gewächs und wird in vielen Ländern angebaut. Sie hat eine 3 m oder tiefer hinabreichende Pfahlwurzel, durch die sie Feuchtigkeit und wertvolle Mineralien nach oben saugt. 

In ihren Blättern und Wurzeln ist Allantoin gespeichert, ein Protein, das die Zellteilung anregt. Der Pflanze werden besondere Heilkräfte zugeschrieben, so soll sie etwa Beingeschwüre und Knochenbrüche kurieren. Sein Name lässt schon auf die klassische Verwendung des Beinwells schließen. „Bein“ steht für die veraltete Bezeichnung für „Knochen“ und „wellen“ für „überwallen“, was so viel wie „zuheilen“ bedeutet. 

Innerlich wird Beinwell wegen bedenklicher Inhaltsstoffe nicht als Heilmittel verwendet. Die Pflanze enthält giftige Pyrrolizidinalkaloide, die in höheren Dosen und bei längerfristiger Anwendung Leberschäden verursachen können. Es soll aber nicht davon abschrecken, die frischen jungen Blätter in Salat geben oder wie Spinat kochen. Die Blätter schmecken sehr aromatisch und in geringer Menge und gelegentlich verzehrt ist der Genuss unbedenklich. Die Stengel können wie Spargel gekocht werden.

Der Beinwell zieht im Winter ein und treibt im Frühjahr neu aus. Er entwickelt früh die ersten Blätter und zeigt oft schon gegen Ende April die ersten Blüten. Durch seine Größe und der Größe der Blätter sowie Blütenpracht ist er ein echter Hingucker im Garten.

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